„Der Krieg ist im Osten, aber er wirkt sich auf das ganze Land aus“

Ivano-Frankivsk. Große Herausforderungen für die Caritas in der Ukraine: In Ivano-Frankivsk angekommen, trafen wir uns mit Bischof Volodymyr Tschornij, dem Direktor der Caritas Ukraine in der Erzeparchie Ivano-Frankivsk.

Im Mittelpunkt des Gespräches standen aktuelle Projekte und Herausforderungen, vor denen seine Organisation steht. Binnenflüchtlinge, Arbeitsmigration, die Arbeit mit Waisenkindern und die Betreuung von Soldaten an der Front waren einige Themen, über die er und seine Mitarbeiter/-innen berichteten.

Das Thema Flüchtlinge ist nicht nur bei uns in Deutschland hoch aktuell. In der Ukraine hat es sogar noch eine ganz andere Dimension. So mussten seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen innerhalb der Ukraine rund drei Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Rund 1,3 Millionen Menschen flohen ins Ausland, 1,5 Millionen Menschen sind in der Ukraine geblieben. Diese Menschen brauchen nun nicht nur ein Dach über dem Kopf sondern auch eine Arbeit und weitere Perspektiven, dies ist angesichts der wirtschaftlichen Situation der Ukraine eine Herausforderung für das ganze Land. Die Caritas engagiert sich hier vor allem darin, traumatisierte Kinder, Jugendliche und Familien zu unterstützen.

Ein weiteres Aufgabengebiet sind die sogenannten Euro-Waisen. Kinder, deren Eltern noch leben, jedoch nicht mehr in der Ukraine wohnen, sondern ihr Geld in der EU verdienen. Diese Kinder leben oft bei Großeltern oder anderen Verwandten, haben jedoch niemanden, der sich um sie kümmert. Auch hier versucht die Caritas diese Kinder zu unterstützen. Um Eltern klar zu machen, welche Sorgen und Ängste die Kinder haben, wurde extra ein Buch herausgegeben mit Briefen und Bildern dieser Kinder.

Arbeitsmigration betriff t jedoch nicht nur Kinder sondern auch junge Erwachsene nach der Ausbildung. Daher wurden in den von Auswanderung stark betroffenen Regionen Beratungszentren für Arbeitsmigrantinnen gegründet. Zu den Hauptauswanderungszielen gehören übrigens: Polen, Slowakei, Spanien, Italien, Frankreich, England, Irland, Schweden aber auch Kanada. Infolge illegaler Arbeitsmigration stieg in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Opfer von Menschenhandel. Hier engagiert sich die Caritas dafür, dass die Betroffenen rechtliche Unterstützung bekommen.

Anhand all dieser Aufgaben wurde uns nochmals bewusster, welche Auswirkungen der Konflikt im Osten der Ukraine auch auf das gesamte Land hat: „Der Krieg ist im Osten, aber er wirkt sich auf das ganze Land aus“ fasste Thomas Müller-Boehr das Gespräch am Ende noch einmal passend zusammen.

Das Thema Flüchtlinge ist nicht nur bei uns in Deutschland hoch aktuell. In der Ukraine hat es sogar noch eine ganz andere Dimension. So mussten seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen innerhalb der Ukraine rund drei Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Rund 1,3 Millionen Menschen flohen ins Ausland, 1,7 Millionen Menschen sind in der Ukraine geblieben. Diese Menschen brauchen nun nicht nur ein Dach über dem Kopf sondern auch eine Arbeit und weitere Perspektiven, dies ist angesichts der wirtschaftlichen Situation der Ukraine eine Herausforderung für das ganze Land. Die Caritas engagiert sich hier vor allem darin, traumatisierte Kinder, Jugendliche und Familien zu Unterstützen.

Ein weiteres Aufgabengebiet sind die sogenannten Euro-Waisen. Kinder, deren Eltern noch leben, jedoch nicht mehr in der Ukraine wohnen, sondern ihr Geld in der EU verdienen. Diese Kinder leben oft bei Großeltern oder anderen Verwandten, haben jedoch niemanden, der sich um sie kümmert. Auch hier versucht die Caritas diese Kinder zu unterstützen. Um den Eltern klar zu machen, welche Sorgen und Ängste, die Kinder haben, wurde extra ein Buch herausgegeben mit Briefen und Bildern dieser Kinder.

Arbeitsmigration betrifft jedoch nicht nur Kinder sondern auch junge Erwachsene nach der Ausbildung. Daher wurden in den von Auswanderung stark betroffenen Regionen Beratungszentren für Arbeitsmigrantinnen gegründet. Zu den Hauptauswanderungszielen gehören übrigens: Polen, Slowakei, Spanien, Italien, Frankreich, England, Irland, Schweden aber auch Kanada.

Aufgrund der hohen Zahl von Arbeitsmigranten gibt es natürlich auch viele Opfer durch Menschenhandel. Hier engagiert sich die Caritas dafür, dass die Betroffenen rechtliche Unterstützung bekommen.

Anhand all dieser Aufgaben wurde uns nochmals bewusster, welche Auswirkungen der Konflikt im Osten der Ukraine auch auf das gesamte Land hat: „Der Krieg ist im Osten, aber er wirkt sich auf das ganze Land aus“ fasste Thomas Müller-Boehr das Gespräch am Ende noch einmal passend zusammen.

Text: Nadine Wacker, Peter Botzian
Fotos: Simon Winter, Thomas Müller-Boehr

dscn8203Bischof Volodymyr Tschornij, Direktor der Caritas Ukraine (links)

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